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Erfolgsgeschichten

Patric Behncke – vom BrotRetter zum Junge-Azubi

„Es geht wieder bergauf“

Job futsch, Beziehung zerbrochen, Wohnung weg: Patric Behncke weiß wie es sich anfühlt, wenn das Leben aus dem Tritt gerät. Mit den BrotRettern kam die Wende und die Erfolgserlebnisse. Heute blickt der 24-Jährige wieder optimistisch in die Zukunft. 

Bei den BrotRettern startete er im Juli 2017. In diesem Sommer begann er dann eine Ausbildung bei Junge als Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk. „Jetzt hat mein Leben wieder Struktur“, zeigt sich Patric Behncke begeistert. Das habe ihm, der „eigentlich ein planvoller Mensch“ sei, in den letzten Jahren gefehlt.

Besonders 2016 sei für ihn eine schwierige Zeit gewesen, in der ein Nackenschlag auf den anderen folgte. Erst verlor er zwei Tage vor Ende der Probezeit seine Ausbildungsstelle zum Einzelhandelskaufmann an einer Tankstelle, dann ging die Beziehung zu seiner Freundin in die Brüche, und zu guter Letzt verlor er auch noch seine Wohnung. Viel schlimmer kann es wohl nicht kommen.

Die Vorwerker Diakonie sorgte dann für eine Wende in seinem Leben. „Dort habe ich mich von Anfang an verstanden gefühlt“, erinnert sich der gebürtige Lübecker. Auch von der Straße hat ihn die Diakonie weggeholt und in einem Hotel untergebracht.

Mit dem Job bei den BrotRettern kam dann auch eine eigene Wohnung. Beides sei für ihn sehr wichtig gewesen: „Ich kann jetzt in meiner Freizeit wieder meinem eigenen Rhythmus folgen und genieße meine Privatsphäre.“ Etwas, das eigentlich selbstverständlich ist, hat im Leben von Patric Behncke wieder seinen Platz gefunden.

Bei den BrotRettern wurde er von Anfang an „herzlich aufgenommen“. Die Arbeit machte viel Spaß, und gelernt hat er auch jede Menge. An den Tag, an dem man ihm anbot, eine Ausbildung bei Junge zu absolvieren, erinnert er sich noch ganz genau: „Das war schon ein geiles Gefühl. Es läuft, jetzt geht es wieder bergauf!“

Endlich ein fester Job – Stefan Rüdiger nutzt seine Chance bei den BrotRettern

"Ein neues Leben beginnt"

Als Stefan Rüdiger vor gut zwei Jahren zu den Lübecker BrotRettern stieß, musste er sich erst einmal beweisen. Das hat er getan. Und wie! Seit Oktober 2017 ist er kein BrotRetter mehr, sondern fest angestellt in einem Junge-Geschäft in Bad Schwartau. Er hat seine Chance genutzt. 

Die Freude ist groß bei ihm an seinem Letzten Arbeitstag. Beschwingt läuft er am Tresen im BrotRetter-Geschäft in der Lübecker Holstenstraße entlang. Jetzt heißt es Tschüss sagen, den Kolleginnen und Kollegen alles Gute wünschen. Ein Jahr lang hat er Gas gegeben, wollte seinem Leben eine neue, positive Wendung geben.

„Ich bin heute viel sicherer und disziplinierter. Das hat mich der Job gelehrt. Es ist natürlich sehr anstrengend im Vergleich zu vorher“, erzählt der 36-Jährige, „aber genau das wollte ich ja.“ Einfach normal arbeiten und ein bisschen Geld verdienen, hat er sich zum Ziel gesetzt. Er sei sehr dankbar, dass man ihm bei Junge so viel Vertrauen schenkt. Für Junge-Sprecher Gerd Hofrichter eine Selbstverständlichkeit: „Wer sich wie Stefan Rüdiger voll in seinen Job reinhängt, der ist bei uns immer willkommen - egal wie seine Vergangenheit aussah.“

Der Weg zum neuen Leben begann für Stefan Rüdiger bei den Sozialen Hilfen der Vorwerker Diakonie. „Ich war an einem Punkt, an dem ich nicht mehr weiterwusste.“ Zwei Ausbildungen habe er abgebrochen, immer wieder Aushilfsjobs gemacht. „Aber ich hatte halt nie was Richtiges.“ Bei der Vorwerker Diakonie änderte sich das. „Endlich hatte ich das Gefühl, man kann mir dort weiterhelfen.“

Regelmäßiges Arbeiten war für den gebürtigen Rostocker nicht selbstverständlich, zu viele Täler musste er in seine Leben durchlaufen. Als er 14 ist, stirbt die Mutter. Beim Vater und der Stiefmutter fühlt er sich nicht zu Hause. Schlafstörungen quälen ihn. „Ich habe einfach immer verschlafen, weil ich vorher nicht einschlafen konnte. Ich wusste mir nicht zu helfen. So habe ich dann meine Ausbildung verloren.“ Schließlich suchte er sich Hilfe – und bekam sie.

Für Stefan Rüdiger war der BrotRetter-Job nicht nur der Start in den ersten Arbeitsmarkt, sondern auch die Rückkehr in ein geregeltes Leben. Sogar der Kontakt zur Familie lebte wieder auf. „Mein Bruder hat mich tatsächlich im Internet unter einem BrotRetter-Artikel wiedergefunden. Er rief im Geschäft an und ließ seine Nummer da. Ich war ganz schön nervös, als ich nach Feierabend zurückrief. Aber ich bin froh, heute telefonieren wir regelmäßig und planen auch bald ein Treffen. Das ist schön.“