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BrotRetter - Starke Partner für ein tolles Projekt

BrotRetter Hamburg - Hinz&Kunzt und Junge Die Bäckerei.

Große Aufregung bei Junge Die Bäckerei. und dem Straßen-Magazin-Projekt Hinz+Kunzt: Am 31. März 2016 nahm eine gemeinsame Herzensangelegenheit ihre Arbeit auf: das Unternehmen BrotRetter. Brot und Kuchen vom Vortag zu günstigen Preisen, verkauft auch von Hinz+Künztlern – in einem waschechten Verkaufsgeschäft in Hamburg-Lohbrügge.

Die Idee ist einfach und nicht nur mit Blick auf die oft zitierte Verschwendung von Lebensmitteln vernünftig: Das nicht verkaufte Brot und Gebäck aus den Junge - Geschäften wird am nächsten Tag von Hinz+Künztlern zu günstigeren Preisen verkauft. Die BrotRetter, die jeden Tag die Backwaren sortieren, packen, transportieren, verkaufen und die Kunden bedienen, bekommen hierfür einen festen Teilzeit-Arbeitsvertrag.

Retten gemeinsam Brot (v. l.): Hans-Uwe Rehse, Nina Köster, Stefan Rüdiger, Alena Dokherr, Tobias Schulz, Holger Röhr, Axel Junge, Björn Steinbrecher

BrotRetter Lübeck - Die Vorwerker Diakonie und Junge Die Bäckerei.

'Junge Die Bäckerei' und die Vorwerker Diakonie haben am Montag Deutschlands zweites BrotRetter-Geschäft eröffnet. In der Holstenstraße bekommen Backwaren vom Vortag jetzt eine zweite Chance - und auch Menschen, die sich in einer Notsituation befinden.

Hier werden Backwaren vom Vortag angeboten. Gleichzeitig finden Menschen, deren Leben aus den Fugen geraten ist, die sich in einer Notsituation befanden und teilweise wohnungslos waren, hier Arbeit. "Sie sind dort als BrotRetter tätig", sagt Hans-Uwe Rehse, Geschäftsführer der Vorwerker Diakonie.

Die Idee ist einfach: Nicht verkaufte Backwaren aus den Junge-Geschäften werden am nächsten Tag im BrotRetter-Geschäft zu einem günstigen Preis angeboten. So kostet zum Beispiel ein Landbrot statt 3,69 Euro nur 99 Cent. Und die BrotRetter, die die Backwaren sortieren, packen, transportieren und verkaufen, bekommen einen festen Arbeitsplatz für ein Jahr. Sollten sie sich bewähren, wechseln sie anschließend von der Vorwerker Diakonie als fest Angestellte zu Junge. In der Filiale sind Mitarbeiter von Junge und der Vorwerker Diakonie beschäftigt.

"Eine unserer Aufgaben ist, Menschen, die in Schwierigkeiten geraten sind, ein Dach über dem Kopf und Halt zu bieten", so Rehse. "Mit der BrotRetter-Kooperation können wir ihnen jetzt auch einen Arbeitsplatz bieten. Das freut uns sehr." Auch Initiator Tobias Schulz, Junge-Geschäftsführer, ist begeistert: "Unsere Gäste setzen voraus, dass sie bis in die Abendstunden aus einem attraktiven und reichhaltigen Sortiment auswählen können." Deshalb bleibt jeden Tag eine beträchtliche Menge an nicht verkauften Backwaren übrig - obwohl Tafeln beliefert und andere soziale Projekte bereits unterstützt werden. "Mit der BrotRetter-Idee haben wir eine sinnvolle Verwendung für nicht verkaufte Backwaren und helfen gleichzeitig Menschen, die in sozialen Notlagen steckten", so Schulz weiter. Die Tafel erhält natürlich weiter ihre Backwaren.

Das Angebot richtet sich an alle Kunden. Kaffee und frisch zubereitete Snacks gibt es zum üblichen Preis.

Text: HL-Live

Über Hinz+Kunzt

Hinz+Kunzt ist ein Hilfsprojekt, das der durchschnittliche Hamburger als Straßenmagazin wahrnimmt. Gegründet 1993, finanziert es sich seit mehr als 20 Jahren ohne öffentliche Zuschüsse. Ein Projekt zur Selbsthilfe, das sein Startkapital von der Nordelbischen Kirche (50.000 Deutschen Mark) längst an ein Schwesterprojekt weitergegeben hat. Heute trägt sich das Straßenmagazin Hinz+Kunzt durch Verkaufserlöse und Anzeigen selbst. Die Projektarbeit und Sozialarbeit mit Obdachlosen im Vertrieb wird durch Spenden bezahlt. «Keine sicheren Einnahmen zu haben, ist nicht einfach», lesen wir auf der Projekthomepage. «Es macht uns aber stolz, nicht von der Stadt oder von Verbänden abhängig zu sein».

Umso dankbarer ist man für die Unterstützung durch Sponsoren und die vielen Spender. Wie groß die Aufregung gewesen sein muss, als Tobias Schulz von der Bäckerei Junge mit seiner BrotRetter-Idee an Hinz+Kunzt herantrat, ist wahrscheinlich kaum zu beschreiben.

Über die Vorwerker Diakonie

Die Vorwerker Diakonie ist Trägerin von über 70 Einrichtungen und Diensten, die sich stark machen für Menschen mit Unterstützungsbedarf und Menschen, die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden.
Dazu gehören vor allem ambulante Hilfen, Wohnangebote, Arbeits- und Beschäftigungsangebote für Menschen mit Behinderungen. Außerdem ist die Vorwerker Diakonie Träger von Kinder- und Jugendhilfeangeboten, Seniorenpflegeeinrichtungen und einer Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung von Menschen in sozialen Notlagen. Die Vorwerker Diakonie gibt ihnen Halt und Orientierung – wenn nötig ein Dach über dem Kopf – und eine neue Perspektive. Die Vorwerker Diakonie wurde 1904 in Lübeck gegründet. Ihre Einrichtungen befinden sich heute in der Hansestadt sowie in den Landkreisen Herzogtum Lauenburg, Ostholstein und Plön. Darüber hinaus ist die Vorwerker Diakonie Gesellschafterin weiterer gemeinnütziger und berufsqualifizierender Organisationen.

Mit mehr als 2.800 Mitarbeitenden gehört die Vorwerker Diakonie gemeinnützige GmbH zu den größten Arbeitgebern der Region.

www.vorwerker-diakonie.de

Über Junge Die Bäckerei.

Gegründet 1897, ist es derzeit die vierte Generation, die das Familienunternehmen Junge die Bäckerei führt. Unter dem geschäftsführenden Inhaber Axel Junge und dem geschäftsführenden Verkaufsleiter Tobias Schulz hat sich das Unternehmen mit seinen bis zu 300 Quadratmeter großen, gut 170 Filialen im ganzen Norden zu einer führenden Marke entwickelt. Rund 3.300 Mitarbeitende stehen für viel Innovationsfreude sowie einen hohen Qualitätsanspruch bei Brot und Gebäck, Snacks und Kaffeespezialitäten.