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Gluten - Einfluss auf die Lebensqualität?

Getreide und MehlImmer wieder werden wir in unseren Geschäften gefragt, ob es auch glutenfreie Brote oder Brötchen gibt.
Viele Menschen gehen davon aus, dass aus den Weizen, Dinkel oder Roggen stammendes Gluten einen Einfluss auf die Verdauung und Gesundheit hat.

Weizen ist eine wichtige Lebensmittelquelle. In den letzten 10 Jahren wird aber verstärkt eine glutenfreie Ernährung beworben und die Anzahl der Menschen, die eine entsprechende Diät befolgen, ist viel höher als die Anzahl der tatsächlich betroffenen Patienten, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden:

Interessante Fakten aus den USA:

In den USA ernähren sich etwa 17 -26 Millionen Bürger nach einer glutenfreien Diät.
Allerdings sind maximal 1 Million davon tatsächlich mit einer Glutenunverträglichkeit diagnostiziert.

Es stellen sich deshalb mehrere Fragen:

  • Wann sollte man Gluten wirklich vermeiden?
  • Wer vermeidet heutzutage glutenhaltige Lebensmittel und warum ?
  • Bin ich tatsächlich gegen Weizen allergisch? Habe ich Zöliakie oder bin ich nur sensitiv gegen Gluten?
  • Worin bestehen eigentlich die Unterschiede?

Weitere Erklärungen zu diesen Begriffen finden Sie im nächsten Artikel.

Das Vorkommen der jeweiligen Getreideunverträglichkeiten wurde bereits in vielen Studien angesprochen und hier sehen Sie einen allgemeinen Überblick. Die Information wurde aus mehreren wissenschaftlichen Studien entnommen und zusammengefasst.

1. Weizenallergie
Nur 0,1-0,4% der Weltbevölkerung haben eine echte Weizenallergie.
2 .Zöliakie
Nur 1% der Weltbevölkerung sind von einer Zöliakie betroffen (10-20% werden aber diagnostiziert). In Deutschland leiden 0,19% (2008) unter Zöliakie.
3. Sensitivität
Zwischen 6% und 10% der Weltbevölkerung haben eine Glutensensitivität.
4. Persönliche Entscheidung
Ca. 25% möchten aus persönlicher Entscheidung Weizen vermeiden. Psychologische Ursachen können dabei nicht ausgeschlossen werden.

> Nur ca. 1% der Menschen mit Weizenallergie und Zöliakie konsultieren Ärzte, die eine strikte glutenfreie Ernährung verschreiben.
> ca. 30% der Menschen mit Glutensensitivität (bzw. aus persönlicher Entscheidung) sind sensible Esser, die sich ohne ärztlichen Rat für eine glutenfreie Ernährung entschieden haben.
Quellenverweis
  • Biesiekierski, J.R.(2017). What is gluten? in: Journal of Gastroenterology and Hepatology, 32, S.78.
  • Molina-Infante, J., Santolaria, S., Sanders, D. S., Fernandez-Banares, F. (2015). Systematic review: noncoeliac gluten sensitivity, in: Alimentary Pharmacology & Therapeutics, 41 (9).
  • Scherf, K. A., Koehler, P., Wieser, H. (2016). Gluten and wheat sensitivities, in: Journal of Cereal Science, 67.
  • Brown, A. C., (2012). Gluten sensitivity: problems of an emerging condition separate from celiac disease. Expert: Rev. Hepatol. 6, S. 43-55.